EM 2015 Sprint+olympisch in Genf – Rennbericht Gil

August 23, 2015 7:03 pm Veröffentlicht von

Hoy Schwyz – die Klosterneuburger kommen…

EM Genf alle klein

Sabine, Hans Jörg, Robert und ich hatten die Reise in die Schweiz unternommen, um mit den besten Triathleten Europas im Lac Leman und den „Hügeln“ rund um Genf ein wenig Spaß zu haben.

Im Österreicherhaus viele bekannte Gesichter und ein nettes Feeling, das alle wunderbar entspannt.

Sharan in Parkgarage

 

 

Da wir mit viel Gepäck unterwegs waren erforderte das Einparken in die Hotelgarage Schweizer Präzisionsarbeit 😉

 

 

 

 

 

Nach leichter Unsicherheit über die Beschaffenheit der Radstrecke ist klar – da geht’s steil rauf und verdammt schnell wieder runter. Also ein 28er hinten ist das Mindeste, selbst für den stärksten Biker, 3x müssen wir den steilen Berg rauf. Hinunter locker 65km/h, und Schläge – wir ziehen den Lenker an und prüfen die Schrauben, und denken an Vereinskollegen Paul.

EM Genf Auf zum Swim

 

 

Der Weg zum Start führt bei der EM über die Startbox und in den 30 min plaudern wir mit den reichlich versammelten Schwyzern. Ich empfehle Hans Joerg wegen der Strömung ganz rechts und locker zu starten und nach 150m Gas zu geben.

 

 

 

 

EM Genf Schwimmstart

Pääng – es geht los – ich setze meinen Plan um, und kitzle locker an den Zehen des Vordermannes, der plötzlich – brustelt – ja gibt’s den sowas, bei der EM? Ich glaub ich kenn den Typen aus Kitzbühel.

Nix wie weg, große Kurve, beschleunigen und die nächsten Beine gesucht. Wie gerufen kommt ein Kollege daher der gerade flott anzieht. Ihm folge ich im Wasserschatten bis ins Schwimmziel und steige ohne viel Laktat aus den Fluten. Ich schau gar nicht auf die Uhr und das war gut so.

EM Genf Gil Bike

Schneller Wechsel und ab die Post aufs Rad, rein in die Schuhe und schon steht der Berg da – geht besser als ich dachte – ich versuche nicht zu überzocken, bleibe auf hoher Frequenz ( danke an Tanja Stroschneider für die Streckenkenntnis und Gaffi für die tolle Vorbereitung des Rads) und weiß dass ich bergab Terrain gut mache.

Bei der Wende sehe ich – gutes Mittelfeld, Hans Jörg und Hannes Kotruba hinter mir, Spitze des Feldes enteilt. Mit jeder Runde kommen mir die beiden näher, aber ich verliere kaum Boden am Rad.

 

Nun ein Blitzwechsel, gar nicht so leicht bei der riesigen Wechselzone und als ich vom Platz losstarte kommt Hans-Jörg gerade rein. Es geht gleich hübsch bergan aber ich fühle mich super. Nach 1,5 km fühle ich mich eingestellt, da stürmt Hannes an mir vorbei, aber da geht noch was. In der 2.ten Runde laufe ich am Bergaufstück auf 2 deutsche Kollegen auf und beginne zu taktieren. Am Höhepunkt der Strecke holt mich Hans Jörg ein.

 

EM Genf Gil mit Fahne

Jetzt aber Vollgas, der Hans Jörg will keinen Zielsprint, und die Deutschen Kollegen müssen wir auch so biegen. Ich denke an Michi und Lombo, höre das tak-tak meiner Schuhe, bringe das Gewicht nach vorne und berab geht die Post.

Auf den letzen tausend Metern, dem See entlang, finde ich den Rhythmus, wir laufen an einigen Athleten vorbei, ich sehe nie zurück und denke nur draufbleiben – schon bin ich im Zielkanal – jemand reicht mir eine Fahne, überglücklich falle ich ins Ziel – 15 sek Später kommt Hans Jörg, Hannes hat sich schon Verpflegung besorgt.

EM Genf Ziel

 

Was für ein Rennen – Platz 30 von 58 klassierten – gar nicht so schlecht.

 

Und: Qualifikation für EM Lissabon 2016!

 

 

 

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