EM Quali in Faak – mit Penalty

April 4, 2017 1:24 pm Veröffentlicht von

Ein Bericht von Gil Hödl //

Susi und ich verbinden Faak mit einem kleinen Urlaub, der See ist wunderschön, warm, azurblau und romantisch. Normalerweise würd ich nach Zittau pausieren – aber dies ist die letzte reguläre EM Qali für Kitz 2017, also einen Versuch starte ich.

Lustigerweise wohnt ein AK Kollege direkt bei uns im Quartier und Klaus, der dem Verein in Waidhofen angehört hat auch Kitz Ambitionen, wir unterhalten uns gut und tauschen unsere Speed Tricks aus. Wir essen ganz hervorragend beim Tschebull und ich schlafe tief und fest.

Renntag – Die erste Boje ist 600 m weit draussen – und große Überraschung – diesmal mit NEO – trotz warmen Seetemperaturen – unglaublich, wo haben die gemessen? Der Swim ist flott und ohne große Aufregung. Den langen Lauf durch die Wechselzone nehm ich noch locker, am Bike wirds ernst.

Schon beim Wegfahren merke ich – das wird was, und steigere ganz langsam das Tempo, bis zum ersten Anstieg nach 5 min ist die Umstellung da. Am Anstieg das übliche Bild – viele fahren schnell in den Anstieg rein, verlangsamen dann und man kann nur mehr ganz links vorbei.

Bei der Abfahrt muss ich auf der Überholspur bleiben – plötzlich fährt ein Wettberwerber ohne zu schauen raus – ich bin fast auf der Mittellinie, der Marschall neben mir – ich bremse – komme gerade noch vorbei – und kassiere eine Penalty – Diskussion mit dem Marschall ( Blocking, Mittel Linie überfahren, Winschattenfahren)- zwecklos – ja, das ist die wahre Herausforderung in Faak. Nach einer Minute Frust denke ich mir frech – OK – jetzt eben Quali MIT Penalty.

Das Malheur passiert in Runde 2 noch mal – Crash vermieden –und die Kampfrichterin erkennt meine Unschuld. Ich spule die übrigen 2 Radrunden wie ein Metronom herunter und suche die Penalty Zone.

120 Sekunden werden zu endlosen Minuten aber keiner meiner bekannten AK Kollegen rennt vorbei; Der Plan nun ist ein Negativ Split beim Laufen – Reserven für eventuelle Kämpfe ins Ziel. Die erste Runde fühlt sich schon gut an – ich laufe gerne im Wald und den Bach entlang, suche den Rhythmus, fühle die Natur. Ich merke auf Runde 2 werde ich immer schneller, am Gipfel der Strecke schließt Klaus zu mir auf, wow – sein blaues Trikot ist unübersehbar.

Jetzt muss der Turbo rein – aus mit Wohlfühlzone – wir beschleunigen beide gleichmäßig, ich höre das Stakkato seiner Schritte hinter mir. Gelände und bergab sind meine Stärke, ich bleib immer innen, versuche nicht überholt zu werden, blicke nicht zurück. Nach 2 km im Wald hab ich einen kleinen Vorspruung, nun gehts auf die letzen 1,5 Km am Asphalt. Ich versuche nochmals zuzulegen, und habe noch Körner im Tank. In Wilder Jagd rennen wir ins Ziel. Wow geschafft, überglücklich gratulier ich Klaus, tolle Leistung von uns beiden.

Später erfahren wir dass wir beide das Ticket gelöst haben, besser gehts nicht und den Ersten, Josef Zandl hätt ich auch ohne Penatly nicht erreicht, der war in einer anderen Liga – bravo!

Summary: Faak ist gut für die nicht schreckhaften Radfahrer mit Übersicht, guten Bremsen und langsam vorsichtigem bergab Speed. Starke Radler, Downhill Kanonen, Leute die Gruppenfahren und Überholen jenseits der Mittellinie vermeiden wollen suchen besser einen anderen Bewerb.

Weil das Umfeld, Schwimmen und Laufen so schön ist, sollte man den Veranstalter motivieren die Radstrecke von 10km auf 40 km zu verlängern, das würde die Sache vereinfachen und viel sicherer machen –nicht jeder Agegrouper hat ein Radhandling wie Nino Schurter. ( Mathe: 10k / 1000 Radfahrer = 10m per Radfahrer im Schnitt im besten Fall)

 

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