Ernst Kratky: Ironman 70.3 Pula, Istrien

September 25, 2015 9:48 pm Veröffentlicht von

Zum ersten Mal im Rennkalender, der erste Ironman-Event in Kroatien und es ging um die „Tri Club Challenge Europameisterschaft“, also quasi das Finale der europäischen Vereine.

Unser Club hat sich beim Ironman 70.3 in St.Pölten mit unglaublichen 15 Teilnehmerinnen für das Finale qualifiziert.

Also ging es nach Pula, wieder haben sich 10 aus unserem Verein angemeldet und …, aber dazu später.

Die 1,9km wurden im Meer geschwommen – für mich immer ein Highlight, die 90km auf dem Rad ging es durch das Hügelland rund um Pula und den abschließenden Halbmarathon haben wir auf drei wunderschönen Stadtrunden durch Pula bewältigt.

Istrien und der Wind – gehören offensichtlich zusammen und vertragen sich gut, nicht so gut war das für die 1.700 Starter an diesem Morgen. Es war recht wellig, also ziemlich sehr wellig, so wellig und windig, dass es diverse Bojen abgetrieben hat und erstmals in der Ironman-Geschichte, wurde die Schwimmzeit nicht gewertet. Geschwommen und Wasser geschluckt haben wir aber trotzdem.

Beim Studium der Radkarte, habe ich mir mehrmals eingeredet, dass diese Strecke für schnelle Radzeiten geradezu geschaffen ist, leichte Hügeln, kurzes auf und ab, so wie im Weinviertel halt…… Stimmt nur fast, an diesem Tag kam der Wind gefühlt von allen Seiten und hat (für mich) das Radfahren zu einer echten Herausforderung gemacht (oder ich brauch einfach mehr Training, also sicher sogar, aber irgendwie geht es scheinbar immer). Radfahren in schöner Landschaft ist immer ein Vergnügen und überhaupt auf einer 100% gesperrten Strecke und mit dieser Begeisterung in den Dörfern, so schön, wenn einem im Nirgendwo zugejubelt wird!

Auf den Lauf freue mich normalerweise, runter vom Rad und gazellengleich durch die traumhafte Kulisse. Kulisse traumhaft – ochsengleich ging es dann in die erste der drei Runden. Ich war total platt, keine Ahnung was an diesem Tag los war, aber aufgegeben wird bekanntlich ein Brief und bei den tollen Zuschauern, meiner geliebten anfeuerungswilligen Frau und einem lieben Freund an der Strecke, war der Lauf quasi ein Klacks.

Und dann das Ziel, es ging in die Arena von Pula, eine unglaubliche Stimmung mit viel Emotion und auch ein bisserl aua in den Waden!

Resümee:

Wir wurden doch tatsächlich Vize Europameister mit unserem Verein in unserer Klasse und trotz ein bisserl Chaos beim Schwimmen, viel Wind auf der Strecke und ungewohnt müden Beinen, habe ich diesen Triathlon sehr, sehr genossen, hat fast Spaß gemacht (oder so).

Und ein großes Lob und Dank gilt den Volunteers, den Helfern an der Strecke und der Bevölkerung, toll!

Ein ganz gutes Zeichen ist es, wenn wir danach zusammensitzen und Pläne schmieden, wer wo und wann starten wird im Jahre 2016 und lasst uns den Europameister holen!

 

Team all

 

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