Europameisterschaft in Kitzbühel – TRI K größter Verein

Juni 21, 2017 2:31 pm Veröffentlicht von

Bei Kaiserwetter endete vergangenen Sonntag nachmittags in Kitz die Triathlon EM 2017 auf der Kurzdistanz, die – wie bereits berichtet – von einem starken Vereinsaufgebot an StarterInnen (11) beschickt werden konnte. Zuvor fanden auf demselben Gelände die alljährlich organisierten Kitz Tri Games 2017 mit ihren Schüler – und Jugendbewerben statt, an denen 2 Jugendliche aus unseren Reihen (Moritz Hosnedl und Leon Braunstein) teilnahmen.
Somit waren wir an diesem verlängerten Wettkampfwochenende in Kitzbühel vom Jugendlichen bis zum reiferen Age Groupler sehr breit aufgestellt. Jede/r Athlet/in ging voll motiviert für sich, Verein und Heimat ans Werk um die bestmögliche Leistung abzurufen.

Alle für eine, einer für alle – man half sich gegenseitig bei den letzten Vorbereitungen zum Wettkampf, man saß abends noch bei Kaiserschmarren zusammen und ging schon fiktiv das Rennen geistig durch oder plauderte aus dem Triathlon Nähkästchen. Es war jedem anzusehen gerne dabeizusein und das ganze Rundherum zu genießen. Die mitgereisten Fans, Familien und Freunde ergänzten erfreulicherweise unsere Truppe und gaben somit eine starke Community ab. Tri Klosterneuburg machte sich in Kitz sportlich, fair und angenehm bemerkbar und wurde auch von den Organisatoren und dem ÖTRV auch so wahrgenommen. So gesellten sich die Topfunktionäre auch schon auf unseren Gruppenaufnahmen ungezwungen dazu.

An den Wettkampftagen selbst mußte aber jede/r sein Rennen zu den unterschiedlichsten Bedingungen (Wetter, Gerät und Körper) für sich alleine begehen. Demnach wurden bei dichter nationaler wie internationaler Konkurrenz auch die unterschiedlichsten Ergebnisse erzielt – je nach Möglichkeit oder nach der eigenen Erwartung zuvor.
Vom Top 10 Ergebnis (Vicy 9. !!) , über persönliche Bestleistung (im Splitt bzw. Gesamt), kompakten und zufriedenstellende Rennverlauf bis zu Defekt am Gerät (Axel) oder am eigenen Leib (Manfred) oder sogar Sturz (Leon) war alles drinnen.

„But race experience are made out of these!“ Daraus wird jeder für sich für die zukünftige sportliche Weiterentwicklung den größtmöglichen Nutzen ziehen!

Um diese Vielfalt von persönlichen Eindrücken wiedergeben zu können, haben wir uns entschieden jeden Einzelbericht zu posten. Denn jeder erzählt seine eigene Geschichte und löst unterschiedliche Emotionen aus. Wettkampf – Feeling pur – Freud und Leid sind unzertrennlich spürbar.

Und jetzt viel Spaß, Mitleid oder Gänsehaut beim Durchlesen der individuellen Rennberichte.

Euer Mario

Es geht los…

 

DONNERSTAG: TRI KITZ GAMES

Bericht folgt

SAMSTAG: EUROPAMEISTERSCHAFT DAMEN

Viktoria Schleinzer:

Ich habe mich letztes Jahr beim Mostiman für die Heim EM qualifizieren können und mich natürlich super darüber gefreut. Aufgrund von Missverständnissen bei der Informationsübermittlung wäre mir der Start aber fast wieder genommen worden. Aber dank Marios Einsatz konnte alles geklärt werden und dem Start stand nichts mehr im Wege. 🙂 danke Mario nochmals für die Bemühungen.
Ab dann hieß es für mich trainieren. Mein Ziel war es nicht unter den letzten meiner Altersklasse zu finishen. Da ich noch nie bei einem internationalen Rennen starten durfte hatte ich keine Ahnung was auf mich zukommen würde. Dementsprechend war ich nervös und angespannt. Umso näher der Bewerb aber kam desto lockerer wurde ich. Ich wusste, dass ich brav trainiert hatte und mich in guter Form befinde. Ich freute mich daher sehr auf die EM und hoffte darauf , dass alles klappen würde und ich meine Leistungen abrufen kann.

Schon bei den ersten Metern im Wasser wurde mir klar, dass das eine andere Liga ist. Ich musste alles geben um an der Spitze zu bleiben. Was mir auch gut gelungen ist und ich somit als 4. aus dem Wasser steigen konnte. Nur war mir das während des Rennens gar nicht bewusst.. Ich hatte keine Ahnung wieviele vor oder hinter mir waren. Der Wechsel aufs Rad verlief leider nicht ganz so geschmiert da ich einfach nicht schnell genug aus dem Neo kam.
Da das Radfahren leider meine Schwachstelle ist, habe ich mir auch diesmal nicht viel erhofft. Mein Ziel: mein Bestes geben. Es hat sich auch durchaus gut angefühlt aber schon bald hab ich gemerkt, dass ich einfach zu langsam bin. Ich hatte während des Radfahrens teilweise befürchtet, dass ich um die letzten Plätze fahre. Mich hatten einfach zu viele überholt. Aber gut verzweifeln hilft nicht und somit habe ich mich einfach aufs Laufen gefreut und mir vorgenommen dort zu versuchen noch ein paar einzuholen. Gedacht, getan. Das Laufen lief wirklich gut.
Ich habe es richtig genossen und konnte auch noch 2 oder 3 Damen meiner AG einholen. Und somit als 9. ins Ziel laufen. Ein perfekter Abschluss für ein herrliches Rennen.
Es hat total Spaß gemacht und ich habe es wirklich genießen können.
Durchwegs ein super Wochenende! Ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte.
Gratulation an alle!
LG Vicy
   

Clara Arbter-Rosenmayr:

Ich bin froh, dass ich teilgenommen habe und happy,dass ich mich vom Rang 41. (von 45 alten Damen) beim Schwimmen (as expected) mittels Radfahren (rang 11) und Laufen (rang 4) auf den 16. Rang nach vorne gekämpft habe. Es war mein 3. Triathlon, mal sehen was ich noch mache. Es war insgesamt ein beeindruckendes sportliches Event, eine tolle Kulisse und eine tolle organisatorische Leistung. Es ist cool wenn man gesund genug ist um teilnehmen zu können.

  

SONNTAG: EUROPAMEISTERSCHAFT HERREN

Mario Rabitsch: 

Meine eigene Rennerfahrung kann in 2 Sätzen schlicht zusammengefaßt werden:
Mit Neo schaffe ich mein verdichtetes Schwimmtraining auch in persönliche Bestzeiten auf See umzusetzen. Das eingeschränkte Ausdauertraining in der Saisonvorbereitung zu Rad und zu Hufe lassen einfach über die Sprintdistanz hinweg die Kräfte mit Sicherheit rasch versiegen. Insbesondere das Lauftempo stellt sich körperschonend immer wieder auf eine geringere Pace als üblich machbar ein.
Das ist leider für die restliche Wettkampfsaison in 2017 nicht mehr aufzuholen und damit beende ich heurige Wettkampfsaison mit der schönen Erinnerung und dem Rennabschluß in Kitz.

Gilbert Hödl: 

Das Wochenende vor der EM in Kitzbühl war tolles Wetter, gutes Training mit Hans Jörg und einem vorgewärmten Schwarzsee. Eine gute Einstimmung.

Als wir zur EM anreisen, liegt schon das Prickeln in der Luft, getunte Bikes, trainierte Körper, Fototermine für alle. Beim Abholen der Startnummer merke ich – mein Geburtstag ist meine Startnummer – Super!

Am Renntag alles easy, Super-Mario sorgt für pünktliches Einchecken, mein Bike wird auf E-Motor geprüft, als erste Startergruppe haben wir den Premium Startplatz, direkt bei der Startlinie. Am Weg zum Schwimmstart ist die Position 1 frei, ich nehm sie mir.

Peng, es geht los. Ich schwimme locker weg, Sartplatz 1 ist ganz links, nach hundert Metern ist kein Schwimmer zum Anhängen in Sicht – eine Riesen Lücke nach rechts. Ich beschleunige und finde ein paar Füsse nach weiteren hundert Metern, an der Boje wurlt es ein wenig und bis zur Wende ist es unruhig im Feld. Dann plötzlich Ruhe, eine Perlenkette bildet sich, in einer Linie aufgereiht schwimmen wir flott am Rest der Schwimmer vorbei, ohne große Anstrengung – 23.16 beim Ausstieg, das passt.

 

Wechsel und locker losfahren und langsam die Beine umstellen – der Puls ist bereits sehr gut, ab Schloss Münichau kann ich powern – und schnell bin ich an der ersten Steigung – ich merke da geht mehr – die Abfahrt kenne ich gut und am Anstieg zur Wende kommt die Power. In Runde 2 gehts schneller, mit mehreren Athleten der Alterklasse bin ich im Feld eingesperrt – die Athleten aus den anderen, schnellen Wellen kommen vorbei. Bloss keine Penatly kassieren – lieber bergauf powern – ich fahre meiner Alterklasse Gruppe weg und biege in Runde 3. Die Power ist noch immer da und ich fliege in die Wechselzone – 1.16 ok- aber da geht noch mehr.

 

Nun kommt der harte Teil – ich laufe weg und merke in den Waden ich bin gut Rad gefahren – Ziel ist ein Negativ Split – schneller werden am Schluss. Der erste Kilometer ist mühsam, fühlt sich holzern an, nach dem ersten Stich bergauf wird es besser. Auf der Gegenverkehrsstrecke checke ich meine Position – Ich weiß, ich bin gut unterwegs. Bei der Wende kurze höre ich Vicky und die Glocke, die Sophie Schöppel und viele andere die mich anfeuern, jetzt aber Gas geben in Runde 2.

Bis über den letzten Berg geht es ganz gut, dann laufen noch 3 Österreicher, am schnellsten Johann Grüßer, bei mir vorbei – Hermann Grall motiviert mich mitzugehen – leider umsonst. Überglücklich sprinte ich ins Ziel 48 min beim Laufen – OK aber auch hier ist noch was zu tun.Trotzdem – In Summe Platz 19 – bestes Ergebnis ever bei einer ITU EM – what a sunny day!

Werner Schweiger:

Nach der gefriergesicherten Quali in Obergrafendorf ein echtes Highlight bei einer EM dabei sein zu können und den blauen Teppich als Athlet betreten zu dürfen widerspiegelt meinen olympischen Gedanken.  Mit einem Wort echt geil. Jedenfalls ein anzustrebender Event. Danke an alle Tri Klosterneuburg Mitstreiter waren tollllle Tage.

Georg Wessely:

Mit verzichtbaren Beeinträchtigungen in der direkten Wettkampfvorbereitung (3 Tage Trainingspause wegen einer Erkältung und einem erheblichen Sachschaden an meinem Zeitfahrrad wegen eines 78jährigen Herren, der mich am letzten Tag vor meiner Abreise nach Kitzbühel mit seiner Beiwagen-Maschine abrupt vom Rad gepflückt hat) bin ich dank einer Meisterleistung vom Fahrradgeschäft meines Vertrauens mit nur einem Tag Verspätung in Tirol eingetroffen. Wetterbedingungen super, Stimmung ausgezeichnet und Freunde, Familie und Vereinskollegen spenden Kraft und Freude für den großen Tag.

Wasserstart um 07:52 Uhr, erstes Ziel die rund 360 Meter entfernte Richtungsboje nach links. Ich komme gut weg, doch sind die Arme nicht so locker wie erhofft und nach 1.500 Metern steige ich nicht an der von mir gewünschten Position aus dem Wasser. Auf zur Attacke mit dem Rad, noch ist nichts verloren! Der 3 mal zu bezwingende Astberg fordert von Mensch und Maschine höchsten Einsatz, nach dem 2. Wechsel habe ich 14 Positionen gutgemacht. Meine sonstige Laufstärke kann ich an diesem Tag leider nicht abrufen, der linke Oberschenkel meldet sich beim ersten Anstieg Richtung Seebichl „zu Wort“. Um einen Totalausfall zu vermeiden nehme ich Tempo und Druck heraus und wechsle in den „Economy Modus“. Immerhin nur eine Position bis in Ziel verloren, was soll’s!

🎶….an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unsterblichkeit…🎶 (oder so ähnlich) 😉

Nichtsdestotrotz eine super Europameisterschaft!

Herzlichen Dank an meine Freunde, Familie und Vereinskollegen, es hat wirklich Spaß gemacht mit Euch!!

…and may the g-force be with me again!

Gerry Schiefer:

Ich habe mich überraschender Weise in Obergrafendorf für die EM qualifizieren können.
Nach der Bekanntgabe der Qualifizierung bis zur Vergabe habe ich überlegt, ob ich in Kitz starten soll und diese Möglichkeit mit meiner Family telefonisch abgeklärt.
Ich war mir unsicher, ob ich bei einer EM starten soll, da ich bei den kleinen nationalen Events auch nicht zum Spitzenfeld gehöre und nicht als Letzter ins Ziel kommen wollte. Ich habe mich dann trotzdem für dieses Abenteuer entschieden, da ich mir gedacht habe, dass ich so eine Gelegenheit wahrscheinlich nicht mehr bekommen werde und vor allem nicht in Österreich.
Unsere 2 Mädels und Josef lieferten schon am  Samstag eine grandiose Leistung in ihrer Altersklasse und eine unüberwindbare Vorlage. Einfach top!
Jetzt zu meinen Wettkampfimpressionen:
Es lag bereits beim Einchecken Adrenalin in der Luft, da man ja nicht jeden Tag bei so einem Event starten darf und auch andere Regeln berücksichtigt werden mussten.
Beim Schwimmen hat leider die Brille nach ca. 300 Metern angefangen anzulaufen und ich bin ein bisschen im Blindflug weiter geschwommen. Nach ca. 1km war die Sicht dann komplett dahin und ich habe die Brille kurz herunter genommen und unter Wasser getaucht. Danach ging es super bis zum Ausstieg weiter. Leider wollte der Neoprenanzug beim Aussteigen nicht von meinem Körper entfernt werden. Daher musste ich in der Wechselzone ein bisschen kämpfen, damit ich mich von ihm befreien konnte. Da von den Wettkampfrichtern angekündigt wurde, dass nichts außer den Schuhen in der Wechselzone liegen darf, nahm ich mir ein bisschen mehr Zeit um die Sachen in der Box zu verstauen um keine Zeitstrafe zu kassieren.


Danach folgte die Radfahrt. Eigentlich dachte ich, dass mir diese Disziplin am Besten liegen sollte. Gefühlt war der Radpart aber nicht so wie erhofft. Zuerst bin ich nicht schnell in die Schuhe gekommen und bis ich endlich diese Hürde geschafft hatte, wurde ich schon von 3 Sportlern überholt. Diese Empfindung wurde wahrscheinlich auch noch verstärkt, da ich bei den letzten Wettbewerben nicht von vielen anderen Triathleten überholt worden bin. An diesem Tag wurde ich von vielen  überholt und konnte nur wenige selbst überholen. Aber natürlich ist das Niveau bei diesem Event ein anderes bzw. komme ich nicht mit so vielen stärkeren Sportlern in Berührung (die sind bei den normalen Wettkämpfen schon beim Schwimmen außer Sichtweite…).


Speziell beim Bergabfahren hat man den Technikunterschied gesehen. Während die guten Fahrer den Berg wie auf Schienen hinunter gedonnert sind, bin ich mit „angezogener Handbremse“ nachgefahren.
Der anschließende Wechsel auf die Laufstrecke verlief reibungslos. Da das Laufen meine schwächste Disziplin ist und ich dabei immer die meiste Zeit verliere, habe ich versucht, den Verlust in Grenzen zu halten. Ich wurde trotzdem von vielen guten Läufer überholt und musste viele Plätze einbüßen.
Das Laufen war auf Grund der vielen anfeuernden Menschen einfach genial und die Zeit verging schnell.
Beim Schlußeinlauf habe ich mir noch ein zugereichtes Österreich-Fähnchen geschnappt, die letzten Kräfte mobilisiert und konnte noch 2 Triathlen überholen.
Ich lief  glücklich ins Ziel, da ich vor der EM die Befürchtung hatte, dass ich Letzter werden könnte.

Es war wirklich ein geiles Erlebnis und hat viel Spaß mit den Vereinskollegen gemacht.
Danke an die Vereinskollegen und meine Family für die Unterstützung, Anfeuerungen und Fotos.

Axel Dinse:

In sportlicher Hinsicht leider nicht so toll- schon beim Rausfahren aus der Wechselzone bemerkte ich einen Luftverlust im Vorderrad. Irgendwann war es dann vorbei und ich musste in die Wechselzone zurückschieben- einen Platten hatte ich bis dato noch nicht erlebt- war schon sehr enttäuscht- nach einigen vielversprechenden Trainingseinheiten war die Form sehr gut, noch dazu liegt mir der Kurs , aber was soll’s- es war insgesamt ein schönes Wochenende und ich habe genossen einmal von zu Hause weg zu sein😀, Gratulation an alle nochmals…, bis bald!!

Robert Reinbold:

 

Weitere Berichte von Robert,  Hans-Jörg folgen in Kürze! Vielen Dank an Mario fürs Sammeln der Berichte und Fotos.

 

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