Ironman Pula 2016

Oktober 1, 2016 5:59 pm Veröffentlicht von

Ein Bericht von Corinna Fenzl //

….it was a very tough race and more like a „SWIM – SWIM – SWIM“ than a „SWIM – BIKE – RUN“….

Das stand im ersten Satz des Gratulations-Emails von Ironman Pula. Mein Saisonabschlussbewerb war ein Abenteuer. Ich war gut vorbereitet und freute mich schon sehr auf dieses Rennen. Ich war die einzige von unserem Verein, die die Reise nach Pula antrat. Der Wetterbericht im Vorfeld war nicht sehr vielversprechend. Am Vortag waren noch ideale Bedingungen bis auf das etwas unruhige Meer.

Der Renntag:

Bewölkt. Das Meer schaute recht ruhig aus. Ich war guter Dinge und voll motiviert. Der Rolling-Start funktionierte viel besser als letztes Jahr. Es war kein Problem sich in der richtigen Startabteilung zu positionieren. Die Wellen waren dann weiter draußen deutlich höher als gedacht und die Bojen deutlich „kleiner“ bzw. nicht sichtbar. Alles in allem war das Schwimmen sehr anspruchsvoll! Nach der 2. Eckboje wurde ich etwas abgetrieben und absolvierte rund 250m zusätzlich – Zeit: 42:22.

Nach dem Ausstieg dachte ich: „Das schwerste hast du jetzt hinter dir. Auf zur Radstrecke. Ich freu mich drauf!“.

Die ersten 15 km waren sehr gut! Ich hatte einen guten Rhythmus, gute Beine, das Wetter war bewölkt, aber nicht kalt. Und dann kam der erste Regenguss, es wurde immer dunkler, nasser und kälter, aber es ging ja bis Kilometer 30 noch bergauf. Also war’s noch nicht so schlimm. Aber bei dann war die Wende und der restliche 60km-Kurs führte über eine idyllische Strecke in leichten Wellen bergab zurück nach Pula. Der Regen wurde teilweise immer schlimmer und mir war in kürzester Zeit eiskalt. Ich konnte kaum noch schalten. Die Straße war überflutet, rutschig und ich hatte so starken Schüttelfrost, dass ich mein Rad über einen großen Zeitraum nicht wirklich unter Kontrolle hatte.

Kurz zusammengefasst: Ich dachte mindestens 3x daran aufzugeben. Kurz vor Pula wurde es etwas besser und bei Kilometer 70 wusste ich, dass ich es schaffen kann – Zeit: 3:05:46

Ich war noch nie so froh in die Wechselzone zu kommen und LAUFEN zu können. Da wird’s sicher gleich wärmer…

Und so war es auch. Während des Halbmarathons jagte ein Starkregenguss den anderen. Aber das war mir zu dem Zeitpunkt schon egal. Hauptsache mir war nicht mehr so kalt! Ich lief durch knöchelhohe Bäche und musste bei den Labestationen kaum trinken. Wasser kam ja genug vom Himmel.

Nach 5:50, Laufzeit: 01:52:51, konnte ich kaum fassen, dass ich es ins Ziel geschafft hatte.

Mich erwarteten 3 liebe Freunde, die in Kroatien Urlaub machten und ich war sehr froh, dass ich nicht alleine war. Danke Gabi, Hans und Salome!

Und das Beste an der ganzen Geschichte ist:

Ich erreichte darüber hinaus für Asics Tri Klosterneuburg erneut den 2. Platz in der IRONMAN 70.3 Pula European TriClub Championship Wertung und bin stolz, unseren Verein alleine würdig vertreten zu haben.

Dieser Bewerb hat mich sicher um einige Erfahrungen reicher gemacht und ich hab vor allem gelernt: „Bei Schlechtwetter – Nimm immer eine Regenjacke mit!“

 

Kategorisiert in: