Kristina sichert sich EM Teilnahme!

Mai 25, 2016 11:06 pm Veröffentlicht von

Bericht von Kristina: Xentis Sprinttriathlon in Piberstein (Stmk) am 14.05.2016

Käte, Nässe und Wind – so vielversprechend war die Wettervorhersage für das Wochenende. Auf dem Weg nach Piberstein kam ich vom strahlenden Sonnenschein durch Hagel und Regen bis hin zu einfach grausigem Wetter endlich n der Steiermark an. Es war die 21. Ausgabe dieses Triathlons und der Veranstalter „lockte“ bei der Anmeldung mit einer Schönwettergarantie – doch wo war sie dieses Jahr? Das muss ja Glück sein, dachte ich. Da noch gut 2 Stunden bis zum Start waren, hab ich die Zeit genutzt, um meine Sachen herzurichten, einen Kaffee zu trinken und die wirklich schöne Umgebung zu genießen. Und dann die Überraschung: Kurz vorm Start klarte der Himmel auf und wir hatten schönes Wetter! Blauer Himmel hin oder her – das lenkte nicht davon ab, dass der Piberstein See immer noch eiskalt war durch die Wetterkapriolen der letzten Wochen.

Doch es ist wie es ist: Wir Triathleten sind Outdoor- Sportler und nehmen die Herausforderung an. Also rein in den Neo und ab ins 15 Grad warme Wasser. Die Schwimmstrecke war eine Nachbildung der St. Pöltener 70.3 Strecke (auf 750m natürlich) mit einem Landganz zwischen den Schwimmrunden. Trotz der Kälte ging das Schwimmen erstaunlich gut und ich lief nach der Hälfte des Teilnehmerfeldes etwa in die Wechselzone. Dann schnell raus aus dem Neo und rein in die Radschuhe – und noch ein Jackerl drüber, denn es war mit dem nassen Anzug doch etwas frisch auf dem Radkurs. Dieser fing gleich beim Aufstieg mit den ersten Höhenmetern an, was technisch einigen einen unfreiwilligen Abstieg kostete. Von den 20 Kilometern Bikestrecke ging es zuerst 10 bergauf, und dann 10 bergab auf einer schönen Strecke quer durch die Nachbardörfer. Klingt eigentlich ganz gut, oder? Schön die Beine auslockern, noch etwas trinken und aufs Laufen vorbereiten. Tja, wenn dann zum Ende der Bikestrecke nicht der sogenannte „Heart Break Hill“ wäre, für den es noch eine extra Bergwertung gab. Kurz erklärt: Kurzer, steiler Anstieg, der leichten Brechreiz in der Magengrube verursacht. Ich musste die letzten Meter leider zu Fuß hinauf, Kraft war nicht mehr ganz vorhanden, begleitet von den Kommentaren des Dorfpolizisten „Des Radl is oba ned zum schiabn do“ und „Bist eh glei im Ziel, des kaunst scho foan a no“.

Kurz darauf wars Radeln beendet und es ging zweimal um dem See auf ein serpentinenreiches Laufen. Bergauf, bergab, unrhythmisch und mit teils losem, rutschigen Untergrund ging es so dahin. Leider von Magenkrämfen begleitet hab ich mich irgendwie ins Ziel gekämpft, aber schön war es leider nicht mehr.

Fazit: Trotz Magenkrämfen und einer sehr anspruchsvollen Strecke ein wirklich schönes Rennen in netter, familiärer Atmosphäre. Ich hab mich total gefreut, trotz nicht so guter Zeit für mich selbst noch weit nicht als letzte ins Ziel zu kommen – für mich gleicht das schon einem Sieg. Die Überraschung kam dann noch zum Ende hin: Ich konnte in der Elite I noch den 2. Platz erkämpfen und – da es eines von 4 Qualifikationsrennen für die Sprinttriathlon- EM 2017 in Düsseldorf war- einen Startlatz für diese ergattern. Kampfgeist wird manchmal doch noch belohnt!

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